Patrizia Darstein
19.04.2011
Verantwortung zeigen steht ganz hoch im Kommen bei der Pharmaindustrie
Corporate Social Responsibility (CSR), zu deutsch „unternehmerische Verantwortung“, nimmt auch in Deutschland eine Rolle von zunehmender Wichtigkeit ein. Auf der einen Seite sind Unternehmen hierbei aufgefordert, langfristig gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.
Auf der anderen Seite gibt es in Deutschland Kliniken, die dringend renoviert, umgebaut oder erweitert werden müssten. Unter den fehlenden finanziellen Mitteln leiden im Endeffekt nicht nur Ärzte und Krankenschwestern, sondern auch ihre Patienten. Viele kleinere und mittlere Unternehmen engagieren sich bereits für die Gesellschaft, in dem sie Universitäten oder Kliniken mit Spenden helfen. Für Krankenhäuser besteht die Möglichkeit, auf diese Weise den Anbau eines neuen Krankenhausflügels zu finanzieren oder den Gerätepark zu erneuern.
Dabei ist Transparenz besonders wichtig. Das heißt: Zusagen und Versprechen müssen nachvollziehbar und das Engagement bemerkbar sein. Eine begleitende PR-Strategie spielt für die Unternehmen eine wichtige Rolle. Auch das Krankenhaus selbst muss einen aktiven Beitrag leisten.
CSR fordert nicht nur, sie leistet auch etwas für die Unternehmen. So schlägt sich die transparente Darstellung der internen Firmengrundsätze z.B. in Form steigender Motivation und somit auch Produktivität der Mitarbeiter nieder. Das Unternehmen gewinnt an Ansehen, durch die Aufmerksamkeit der Medien jedoch vor allem auch an Bekanntheitsgrad, was sich letztendlich – auch im wörtlichen Sinne – auszahlt.
Allerdings müssen die Firmen oft erst einmal auf ihre mögliche Funktion als Sponsor aufmerksam gemacht werden. Der Aufbau eines guten Netzwerkes ist dafür essentiell und sollte über einen längeren Zeitraum erfolgen. Für Kliniken bedeutet das konkret, dass sie einen gemeinsamen Nenner für die Zusammenarbeit mit der jeweiligen Firma finden müssen. Zunächst muss ein Sponsor gefunden werden, der Interesse an einer Partnerschaft hat, um das Projekt langfristig zu planen und auszuführen. Letztendlich ist ein Sponsoring eine Art Symbiose – die Klinik bekommt die finanzielle Unterstützung eines Unternehmens, das Unternehmen hingegen genießt die Vorteile der CSR. Doch gemeinnützig zu helfen und zu unterstützen ist nicht unbedingt eine Frage großer Etats. Vor allem innerliche Größe und Charakter sind hier ausschlaggebend.
McDonald‘s Kinderhilfe unterstützt bereits seit 1987 schwerkranke Kinder und deren Eltern. Der entscheidende Einfluss der Anwesenheit von Familienmitgliedern auf die Genesung des Kindes ist durch zahlreiche Studien bewiesen. So baut und unterhält das Unternehmen Ronald-McDonald-Häuser in der Nähe großer Kinderkliniken, z.B. in Hamburg. Familienmitglieder, deren Kinder stationär behandelt werden, können hier übernachten – die Übernachtungskosten werden dabei i. d. R. von der Krankenkasse getragen.
Medizinmarketing » Öffentlichkeitsarbeit » Corporate Social Responsibility
Umsetzen ist einfach. Aber was ist mit den Kosten? Errechnet sich das alles so wie man sich das denkt?
p2010
Posted by pete, 17/06/2010 12:37pm (vor 2 Jahre)
Klingt spannend und ist gut durchdacht. Aber wie setze ich das dann um? Ich arbeite im Marketing einer Klinikkette und die Strategie über PR funktioniert. Das wissen wir bereits. Das größte Problem sehen wir darin, dass die Medien immer weniger eine Affinität zu diesen Themen besitzen.
Posted by Karl Gläser, 26/05/2010 11:15am (vor 2 Jahre)
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