Linda Korinek
06.05.2010
Patienten entscheiden immer mehr mit
Die Statistiken zur demographischen Entwicklung in Deutschland sprechen eine eindeutige Sprache: Deutschland wird älter. Nach neuesten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wird sich allein der Anteil der „über 60“-Jährigen bis 2030 fast verdoppeln während der Anteil der von heute ca. 17 Millionen auf etwa 12 Millionen schrumpft. Dabei verfügt die ältere Generation über eine sehr hohe Kaufkraft, die demografisch bedingt in den kommenden Jahren noch zunehmen wird (vgl. BMFSFJ, 2007, S. 5)
Laut der Studie Mare1, die in Kürze vom Deutschen Zentrum für Medizinmarketing veröffentlicht wird, sind für die Patienten Sauberkeit, medizinische Kompetenz, Seriosität/Vertrauen und Freundlichkeit die wichtigsten Faktoren für die Auswahl der Klinik. Der Preis spielt jedoch eine eher untergeordnete Rolle (Siehe Diagramm)
Das Alter der Befragten lag im Durchschnitt bei 60,5 Jahren.

Ältere Menschen informieren sich vor dem Kauf ausführlicher über das Produkt oder die Dienstleistung als jüngere. Generell gilt in der Medizin: Je höher die Eigenbeteiligung der Patienten ist, desto größer ist der Wunsch nach Informationen.
Ältere Menschen sind häufig empfänglicher für Höflichkeit, Entgegenkommen und Hilfestellung. Beispielsweise werden persönliche Glückwünsche zu besonderen Anlässen sehr positiv wahrgenommen. Eine ausführliche und individuelle Beratung ist hier also wichtig. Fallbeispiele können hier helfen, den Nutzen und die Notwendigkeit eines Produktes oder einer Dienstleistung zu verdeutlichen und die jeweilige Alltagsrelevanz zu betonen. Ältere Menschen schätzen in besonderem Maße Anerkennung und Wertschätzung. Sie wollen in ihrem Anliegen ernst genommen werden. Sie wissen es zu schätzen, wenn man ihnen zuhört, sich bedankt und ihnen respektvoll gegenübertritt. Die häufig eingeschränkte Mobilität älterer Menschen erfordert ein hohes Maß an Erreichbarkeit.
Eines der häufigsten Kontaktmedien – neben dem persönlichen Kontakt – sind Broschüren, also gedruckte Informationen für Patienten. Die meisten Kliniken sind damit ausgestattet. Zum einen findet sich in wohl jeder Klinik wenigstens ein Informationsblatt zu organisatorischen Informationen der Klinik, zum anderen versorgen die medizinischen Firmen die Kliniken mit ausreichenden Informationen in gedruckter Form, die in den Empfangsräumen ausgelegt werden.
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Ich denke bei der Sportmedizin ist den Patienten die Medizin am wichtigsten - schließlich wollen Sie ihre motorischen Fähigkeiten schnellstmöglich wiedererlangen. Und Sie möchten eine ehrliche Meinung dazu, inwieweit mit Hilfe von Reha und Operation die Bewegunbsfähigkeit wiederhergestellt werden kann. Hier geht es um ehrliche Diagnosen und Unterstützung bei der weiteren Lebensplanung im Fall motorischer Einschränkungen.
Posted by Kai Ahle, 21/03/2011 2:46pm (vor 11 Monat)
Es gibt aber auch noch andere wichtige Zielgruppen. Unser MVZ ist auf Sportmedizin spezialisiert und unser Klientel ist um die 40 Jahre alt, bei einer Spanne von 15-60 Jahren. Gibt es hier denn fundierte Infos?
MIT FREUNDLICHEN GRÜSSEN joge
Posted by Johann Gerber, 17/06/2010 12:33pm (vor 2 Jahre)
Das Problem ist echt die chronische Unterbesetzung. Bei dem Stress fällt es oft nicht leicht, auf die Patienten richtig einzugehen!
Posted by Tim S., 31/05/2010 11:36am (vor 2 Jahre)
Ich kann auf Grund meiner Erfahrungen dem Artikel auch wirklich aus vollem Herzen zustimmen. Ich habe 2 Monate ein Praktikum in einem Krankenhaus auf der Gerontologie-Station absolviert, und ich kann es nur empfehlen. Die alten Menschen freuen sich so sehr über Kleinigkeiten und sind so dankbar, dass man wirklich irgendwann beschämt ist... es ist ja nichts "besonderes", nett und höflich zu sein, oder mal einen Tee oder ein Wasser zu holen, oder sich einfach nur mit den Patienten beschäftigen.
Leider vergessen das zu viele!
Posted by Yulia, 19/05/2010 10:39am (vor 2 Jahre)
Wer jemals in der Alten- oder Krankenpflege gearbeitet hat, weiß, wie man mit älteren Menschen umzugehen hat. In dem Artikel wird deutlich, dass auch der nötige Respekt eine wichtige Rolle spielt. Dies kommt heutzutage leider oft zu kurz. Dazu muss ich aber auch anmerken, dass im Alltag bei manchmal nur 2-3 Pflegekräften und 10-15 Patienten wenig Zeit für die notwendige Zuwendung bleibt. Es wäre schön, wenn sich das in absehbarer Zeit auch wieder ändern würde.
Posted by Hannelore Rat, 18/05/2010 3:15pm (vor 2 Jahre)
Die Wichtigkeit der Höflichkeit kann ich nur bestätigen, gibt man sich etwas Mühe, ist es so leicht, den etwas betagteren Patienten ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern!
Posted by Maromax, 17/05/2010 4:27pm (vor 2 Jahre)
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